Beach Flags: Ausstellung von Anton Moos in Horgen

Liebe Leserin, lieber Leser

Flaggen im Wind – passend zum See direkt vor dem Lorange Institute flattern seit kurzer Zeit sogenannte Beach Flags im Wind. Geschaffen wurden sie vom Horgener Fotokünstler *) Anton Moos.

Mit einer speziellen Technik aus Zoom und kleinem Schärfefokus setzt er Bewegung, Farben und Spiegelungen im Wasser ins Bild. Die Detailaufnahmen wirken laut Anton Moos vor allem in der grossflächigen Darstellung.

Beach Flags Horgen

Das Werk Beach Flags von Anton Moos ist noch bis zum 31. Mai bei uns am Hirsackerweg ausgestellt. Kommen Sie vorbei, geniessen Sie bei einem Kaffee oder einem Glas Wein im Restaurant Imperiale die Aussicht und die Beach Flags.

Ihr
Peter Lorange

Herr Moos, Sie fotografieren Wasser. Nicht Gewässer, nicht Wasserlandschaften sondern Wasser – ein ungewöhnliches Sujet, finden Sie nicht?
Das kommt ganz darauf an. Bei mir war der Weg zum Wasser aus zwei Gründen quasi vorgezeichnet. Ich durchlief einst eine Weiterbildung zum Craniosakral-Therapeuten, deren Grundlage der Wasserkreislauf im Körper ist, zum anderen zieht es mich als Horgener an den See. Dieser Bezug zum Wasser weckte in mir die Leidenschaft: was ist Wasser, physikalisch und optisch? Wasser ist faszinierend, sein pausenloser Fluss, das Grenzenlose, die Durchlässige. Die Schönheit und die Weichheit vereinen für mich gewisse Prinzipien der Weiblichkeit, die Kraft und die Dynamik des Wasser sind eher männliche Attribute. Für mich steckt viel im Wasser.

Ihre Wasserbilder sind bunt und abstrakt. Mit welcher Technik arbeiten Sie?
Ich fotografiere Spiegelungen und Bewegungen. Dafür brauche ich mittlere Zeiteinstellungen, in der Regel 1/125 Sekunde. Ich benutze ein 300er Zoom aus zwei Metern Entfernung. Auf diese Weise habe ich nur einen kleinen Schärfefokus. So entsteht im Bild eine Bewegung aus Schärfe und Unschärfe. Das verschafft zusätzliche Tiefe.

Beach Flags, eine Fotokomposition von Anton Moos

Das heisst, ihre Bilder sind zwangsläufig abstrakt?
Ja, das stimmt. Ich habe ein Flair für das Abstrakte, und mich interessiert vor allem die Schnittstelle von Malerei und Fotografie. Meine Fotografie bildet die Welt nicht ab, sie interpretiert sie (umgekehrt gibt es fotorealistische Maler). Vom Ausdruck her bin ich näher bei der Malerei als bei der Fotografie. So finde ich meinen Ausdruck eigentlich in der Domäne der anderen Kunst.

Auffallend ist auch das Medium: warum Flaggenstoff statt Fotopapier?
Ich passe das Medium der Umgebung an, wo ich ausstelle. Sehr gerne mag ich grosse Formate, damit die wunderbaren Feinheiten in den „Wasserwelten“ zum Ausdruck kommen. Die  „Beachflags“ entstanden nach einer Anfrage des Kurators des „Kunstmuseums Horgens“, etwas auf dem Dach des Museums zu machen. Dort gab es keine Wände, also musste ich mir etwas einfallen lassen. An diesem Ort zwischen Himmel und Wasser, im Wind, kam mir die Idee mit den Flaggen. Der Wind bringt eine zusätzliche Dynamik in die Arbeiten.

Beach Flags vor dem Lorange Institute of Business

Wie kamen Sie nach dem Kunstmuseum zum Lorange Institute?
Ich kenne Zacki vom Restaurant Imperiale. Ich habe die Beach Flags dem Lorange Institute of Business angeboten, das sehr angetan war von der Idee. Dann ging es schnell; am ersten warmen Sonnentag im März habe ich die Flaggen aufgestellt. Ausstellungen in grossen Räumen oder im Freien sind immer wieder eine Herausforderung, denn ich kann meine Farben und Formen nicht gegen den natürlichen Raum ausstellen. Hier, am Seeufer, habe ich eine Ellipse gewählt und eine Flagge steht im Wasser des Zürichsee.

Und was für Feedbacks haben Sie erhalten?
Herr Boksberger, der CEO vom Lorange Institute, ist begeistert. Er hat mich zudem bestens unterstützt, und zwar auch ganz praktisch. Er liess die Flaggen auf sich wirken und hat mir Inputs zur Platzierung gegeben

*) Bildschirmfoto 2014-04-28 um 18.10.08Anton Moos: Vor über zehn Jahren hat der gelernte Werber, ehemalige Schriftsetzer und mittlerweile pensionierte RAV-Berater die Kunstfotografie quasi zu seinem vierten Beruf und seine enge Beziehung zum Wasser und dessen Faszination zum Kern seiner Arbeit gemacht.

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