Ein MBA mit Extrawünschen aus Zaki’s Restaurant

Alumna des Monats

Dr. rer. nat. Antje Plaschke-Schlütter, Exc. MSc und Exc. MBA

Ein EMBA-Studium fordert einem alles ab, auch Nachtschichten, erinnert sich unsere Alumna des Monats. Wie gut, dass es da unser Restaurant „Imperiale“ gibt. Weshalb die promovierte Biologin überhaupt zum EMBA kam und warum sie den „skandinavischen Spirit“ im Institut schätzt erzählt die gebürtige Hamburgerin im Interview.

Zunächst studierte sie in Heidelberg Biologie und absovlierte am Max-Delbrück Center für Molekularmedizin in Berlin und Essen ihre Doktorarbeit. Über fünfzehn Jahre lang war sie in der BioTec-Indusrie als Sales /und oder Marketing Managerin sowie als Departement Manager tätig.

Seit 2011 arbeitet sie bei QIAGEN Instruments in Zürich als Senior Marketing Manager Europe Central für zunächst für das Molekulardiagnostik Portfolio und jetzt über das gesamte Produktportfolio. Sie hält neben ihrem Doktor in Biologie einen MSc in Marketing sowie einen Executive MBA am Lorange Institute. Den MBA schloss sie letztes Jahre ab.

 

Dr. Antje Plaschke-Schlütter

Welches war Ihre persönliche Motivation, den Exc. MBA/MSc zu absolvieren?
Die Motivation geht auf meine ersten Joberfahrungen nach dem Wechsel aus der Wissenschaft in die Industrie zurück. Ich war als Produktmanagerin für eine Produktlinie verantwortlich und erlebte, die Herausforderungen einer Business Unit in einer global aufgestellten Unternehmung, um in gesättigten Märkten neue Wachstumspotentiale zu finden; ein gross angelegtes Projekt, in dem unterschiedliche Unternehmungsbereiche entlang der Wertschöpfungskette harmonisiert werden mussten. Später startete ich eine Karriere als Sales-Manager in einer in Deutschland privat geführten BioTec Unternehmung und hatte über 7 Jahre eine Sales Mannschaft aufgebaut und geleitet. Als Diplom-Biologin, auch mit Doktorhut, braucht man irgendwann das entsprechende Business-Fachwissen, denn kaufmännische Hintergünde brachte ich ja nicht mit.

Aus welchen persönlichen / fachlichen / institutionellen Gründen haben Sie das Lorange Institute of Business gewählt?
Ich begann meine Ausbildung Ende 2006 mit dem BBA noch bei der Vorgängerin des Lorange Institut, machte weiter mit dem Executive MSc in Marketing am Lorange Institute bis Ende 2010 und ab 2011 bis Ende 2013 dann der Endspurt zum Executive MBA am Lorange Institut & Ashridge UK, ein sogenannter Dual Degree Abschluss. Die Schule war mir an einem in Zürich abgehaltenen MBA-Kongress aufgefallen. Im Lorange Institute of Buinsess wurde Bewährtes übernommen – die Living Cases, die eine einmalige und sehr empfehlenswerte Sache sind –  und neue Ideen implementiert. Dazu gehört beispielsweise die neue IT – Infrastruktur und die Etablierung der Moodle – Plattform, über die die Studenten im Vorfeld zu den Blöcken Informationen beziehen und mit den Dozenten in Kontakt treten können. Grundsätzlich finde ich das Konzept der Schule unter Prof. Lorange spannend und zukunftsweisend und habe mich während meiner Ausbildung insgesamt also gleich drei Mal ganz bewusst für Horgen entschieden.

 Welche Erwartungen haben sich bestätigt oder erfüllt. Welche nicht?
Ich hatte gehofft, dass ich mit meiner Ausbildung schneller In eine wirklich einflussreiche, leitende Marketingposition wechseln könnte.. Das ist in den LifeSciences aber schwierig. Heute bin ich in einer der grössten, global agierenden BioTec Unternehmungen als Senior Marketing Manager für Europa Central zuständig. Unerfüllt – aber dies betrifft mehr die Realitäten im Tagesgeschäft – ist vorerst noch die schulbuchmässige Vereinbarkeit von Sales und Marketing. In meiner Branche, der Life Sciences & BioTec, wünsche ich mir eine zukünftige, leitende Position, die beide Funktionen, Sales & Marketing, eng zusammenführen soll..

Was war besonders positiv am Studiengang in Horgen? Und weshalb?
Besonders erwähnenswert finde ich die mutige Mischung und Neugestaltung  der MBA-Blöcke:  die Mischung von Marketing & Kunst, Logistik und Change Management, aber auch die neuen Kurse, wie Sustainability und Leadership Communication, in denen Peter Lorange ganz neue Ansätze zulässt und fördert. Dazu zähle ich auch die internationalen Dozenten und die Gastreferenten. Die Living Cases sind in ihrer Art einzigartig; wo kann man sonst nach einem zweiwöchigen Themenblock sein Wissen in in einer realen Fallstudie einer Firma mit einer echten, keiner gestelten, Fragestellung, einbringen? Insgesamt ist das Institut vom skandinavischen Spirit begleitet, den Peter Lorange als Norweger mitbringt. Die Atmosphäre in der Schule selber ist eine ganz besondere, kein Massenbetrieb, eher familiär geprägt. Wenn mal wieder langes Arbeiten angesagt war, erfüllte das angegliederte Restaurant Imperiale unter der Ägide von ‘Zacki’ auch mal Extrawünsche.  Ich habe übrigens meinen Mann, der als Chemiker ebenso aus der Wissenschaft kommt, wie ich als Biologin, davon überzeugen können, dass er ebenfalls seine Masterausbildung im Lorange Institut of Business durchführt.

Was beurteilen Sie kritisch?
Für meinen Geschmack sind noch zu wenig Frauen unter den Absolventinnen und die Programme sind oft noch nicht auf die Lern & Leadership Bedürfnisse sowie auf die Qualitäten von Frauen ausgerichtet. Ich war in 3 von 6 MBA – Blöcken  und in manchen Seminaren allein unter Männern. Auch merke ich, dass hochqualifizierte Frauen nicht unbedingt auf die gleiche Akzeptanz stossen, wie ihre männlichen Kollegen.

Welches sind ihre ganz persönlichen Learnings? Gibt es konkrete Bereiche, in denen Sie heute sicherer oder kompetenter auftreten?
Durch die Vielfalt der Lerninhalte kann ich heute Geschäftsprozesse besser verstehen und einordnen. Ich behalte die Ruhe und bleibe gelassen, denn ich wurde durch die Ausbildung mit einem hervorragenden Bündel an Techniken ausgestattet. Das war ganz besonders in der aktuellen Firma /Position von enormer Wichtigkeit, denn die Unternehmung ist in den vergangenen Jahren durch zwei schwerwiegende Restrukturierungsmassnahmen gegangen. Ich habe ausserdem gelernt, meine Kollegen unter dem Gedanken der „kollektiven Intelligenz“ zu betrachten und wertzuschätzen, denn nur in einem guten Team kommt man heutzutage weiter und macht den Unterschied!

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